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Ihr erfolgreicher Gebrauchtwagenverkauf

Verkaufshilfen / Tipps

Hier finden Sie Tipps und Anregungen

Mit dem Kauf eines Autos ist meist auch ein Verkauf des jetzigen Fahrzeuges verbunden. Dabei sind einige Dinge zu beachten, damit Sie nachher keine böse Überraschung erleben. Wir möchten Ihnen nachfolgend Tipps und Verkaufshilfen mit auf den Weg geben, wie Sie sich vor Betrügern schützen und einen höchstmöglichen Preis erzielen können.

Hierzu gibt es sechs Punkte, die Sie beachten sollten:


1. Wert ermitteln
Es ist mit ein wenig Mühe verbunden, den groben Verkaufswert Ihres Fahrzeugs festzulegen, aber es lohnt sich! Sie sollten den empfohlenen Verkaufswert Ihres Fahrzeuges kennen, damit Sie kein Geld verlieren. Das heißt für Sie: Keine Dumpingpreise und keine Fantasiepreise. Liegt Ihr Preis zu hoch, können Sie sich das Geld für eine Anzeige sparen, weil sich keiner meldet. Ist der Preis zu niedrig angesetzt und Ihr Telefon weckt Sie bereits früh am Morgen, war Ihre Preisangabe weit unter dem Durchschnittspreis und Sie haben Ihr Geld verschenkt.

Ihr Fahrzeug setzt sich aus zwei Werten zusammen, den kaufmännischen und den technischen Wert. Den kaufmännischen Wert können Sie ohne weiteres selbst ermitteln. Hier dienen die Onlinebörsen (mobile.de, autoscout24.de und autobild.de) oder Bewertungsprogramme wie z.B. DAT Deutschland Ihrer Orientierung. Geben Sie dort die Daten Ihres Fahrzeuges ein und Sie erhalten eine Spannweite, in der sich Ihr Fahrzeugwert befindet.

Der zweite Wert ist der technische Zustand Ihres Fahrzeuges. Dieser lässt sich für einen Laien nicht ganz so leicht ermitteln und hängt natürlich stark von der Laufleistung, dem Alter und dem Gesamtzustand des Autos ab. Aufgrund der verbesserten Verkaufschancen raten wir Ihnen (wenn im nächsten ½ Jahr fällig) TÜV (Hauptuntersuchung) und AU (Abgasuntersuchung) zu erneuern. Mit den Berichten erhalten sie einen Nachweis, dass sich das Fahrzeug in einem verkehrssicheren Zustand befindet oder Sie erhalten eine Mängelliste, die Sie als Kalkulationsgrundlage für eine Wertberichtigung verwenden können.

Um wirklich sicher zu gehen, können Sie auch den ecars Inzahlungnahme Service nutzen.

2. Fahrzeug anbieten
Hier gilt das Motto: Präsentation ist die halbe Miete! Entleeren Sie den Kofferraum und die Ablagefächer, um dem Käufer einen optimalen Einblick zu ermöglichen. Beseitigen Sie vorsichtig Aufkleber, Duftbäume und andere persönliche Wegbegleiter. Reinigen Sie anschließend gründlich das Fahrzeug von innen und außen (auch die Felgen und den Motorraum, diesen aber vorsichtig mit wenig Wasser, um die Elektronik nicht zu beschädigen). Bei größeren Abnutzungserscheinungen können im Fachhandel erhältliche Pflegemittel wahre Wunder bewirken.

Poliertipp: Kleben Sie dunkle Kunststoffteile vorher mit ablösbarem Klebeband ab, um nicht weiße Rückstände zu hinterlassen. Sie können auch einen professionellen Aufbereitungsdienst beauftragen, der nach Leistungsabsprache Ihr Auto nahezu in den Neufahrzeugzustand zurückversetzen kann.

Wenn sie jetzt sagen: „Den will ich behalten, weil er fast wieder ein Neuwagen ist“, dann ist jetzt der Zeitpunkt, das Fahrzeug auf einer schönen Stellfläche zu präsentieren und mit einer Digitalkamera zu fotografieren (Innenraum und Zubehör nicht vergessen, hohe Bildqualität, ggf. mit einem Bildprogramm im PC nachbereiten).

Je mehr Interessenten Sie für Ihr Fahrzeug begeistern, desto weniger Abstriche müssen Sie bei dem Preis machen. Daher raten wir Ihnen, Ihr Fahrzeug möglichst vielen potentiellen Käufern anzubieten. Die interessantesten Plattformen sind Gebrauchtwagen-Onlinebörsen. Aber auch die regionalen und überregionalen Zeitungen und Zeitschriften sind nicht außer acht zu lassen, da nicht jeder Autokäufer über einen Internetzugang verfügt. Des Weiteren empfehlen wir Ihnen, Ihr Fahrzeug auch Freunden, Verwandten, Bekannten und Kollegen anzubieten und in Internet-Foren einzustellen.
Gebrauchtwagen-Börsentipp: Stellen Sie Besonderheiten wie „Scheckheftgepflegt“, „Dekra-Zertifikat“ oder „Erster Hand“ deutlich heraus.

3. Fahrzeug vorbereiten
Kontrollieren Sie im Rahmen der Vorbereitung die Flüssigkeitsstände (Öl, Kühlflüssigkeit, Scheibenwasser), den Reifendruck und die Beleuchtung. Überprüfen Sie auch, ob sie alle notwendigen Unterlagen (Zulassungsbescheinigung Teil I und Teil II, Serviceheft, alte Rechnungen, Zweitschlüssel, ABE´s, Bedienungsanleitung, TÜV- und AU-Bescheinigung, Probefahrt- und Kaufvertrag) griffbereit haben. Sofern Sie noch Winterreifen oder sonstiges Zubehör besitzen, das Sie künftig nicht mehr verwenden, empfehlen wir Ihnen, dieses anstatt Nachlass dem Käufer zu geben.

4. Besichtigung und Probefahrt
Wenn mehrere Interessenten gerne einen Besichtigungstermin wünschen, sollten Sie die Termine so legen, dass Sie ausreichend Zeit einkalkulieren (möglichst am Wochenende), da es durchaus zu Verspätungen kommen kann oder sich die anschließende Verhandlung in die Länge zieht. Sorgen Sie dafür, dass möglichst eine weitere Person aus Ihrem Bekanntenkreis während des gesamten Verkaufsgepräches anwesend ist (Zeuge).

Im Rahmen der Terminvereinbarung lauern bereits die ersten Gefahren auf Sie. Ignorieren Sie Anfragen, die um Rückruf unter einer 0190er Rufnummer bitten. Machen Sie deutlich, dass das Fahrzeug ausschließlich zum Verkauf steht, d.h. geben Sie das Fahrzeug nicht in Kommission an einen Händler ab. Sagen Sie auch bereits bei der Terminvereinbarung, welche Zahlungsmodalitäten Sie akzeptieren. Eine sichere Zahlung ist die Banküberweisung oder Bargeld, wobei Sie darauf achten sollten, dass bei einer Barzahlung der Käufer das Geld nicht an Sie, sondern direkt bei Ihrer Hausbank einzahlt (Öffnungszeiten beachten, Geld nicht entgegen nehmen - Vorsicht Falschgeld). Nehmen Sie nie Schecks entgegen. 

Versicherungstipp: Überprüfen Sie bei Ihrer derzeitigen Kfz-Versicherung, ob das Fahrzeug versichert ist, wenn andere Personen - zum Zwecke einer Probefahrt - damit fahren (Lassen Sie sich im Falle einer Sondergenehmigung dieses schriftlich bestätigen und fixieren Sie eine ggf. anfallende Selbstbeteiligung im Probefahrtvertrag). Lassen Sie sich nicht bereits bei der Terminvereinbarung vom Preis herunterhandeln, wenn der Preis OK ist.

Sie wissen, dass das Fahrzeug technisch und optisch einwandfrei ist, also beweisen Sie es dem Interessenten. Bieten Sie an, mit dem potentiellen Käufer zur nahe gelegenen Dekra-Station zu fahren. Überprüfen Sie, ob der Interessent geschäftsfähig und mindestens 18 Jahre alt ist. Weisen Sie den Käufer deutlich auf Schäden, Nachlackierungen oder Ihnen bekannte Mängel hin. Überprüfen Sie, sofern der Interessent an einer Probefahrt interessiert ist, ob er einen gültigen Führerschein besitzt. Nehmen Sie alle Daten in den Probefahrtvertrag auf und überprüfen Sie diese noch einmal anhand des Führerscheines und des Ausweises (kopieren).

Bevor Sie mit der Probefahrt beginnen, sollten Sie sich noch einmal vergewissern, ob das Interesse wirklich noch vorhanden ist, damit Sie sich unnötige Arbeit ersparen. Fahren Sie bei der Probefahrt als Beifahrer mit, um Fragen direkt zu beantworten und damit Ihr Auto nicht als „Rennwagen“ benutzt wird. Die Zulassungsbescheinigung Teil II/Kfz-Brief nehmen Sie nicht mit auf die Probefahrt.

5. Vertragsabschluss
Alles i.O.? „Ja, bis auf den Preis“: wird der Käufer nun sagen. Wie bereits eingangs erwähnt, sollten Sie hier versuchen, den geforderten Bargeldnachlass durch das (sofern vorhandene) Zubehör zu ersetzen. Klären Sie jetzt ganz genau, wie der Interessent bezahlen möchte und legen Sie das genaue Datum / Uhrzeit der Eigentumsübergabe fest. Erstellen Sie nun den Kaufvertrag und schreiben Sie alle Vereinbarungen, die Fahrzeugdaten und personenbezogen Daten detailliert auf.

Klären Sie alle Punkte verbindlich und kopieren Sie (sofern keine Probefahrt durchgeführt wurde) den Personalausweis des Käufers. Lassen Sie anschließend den Kaufvertrag unterschreiben (original Unterschrift). Aus Sicherheitsgründen sollten Sie eine geringe Anzahlung entgegennehmen, die Sie auch quittieren.
Verkaufstipp: Sofern Sie als Unternehmer handeln und der Käufer auch gewerblich das Fahrzeug kauft, sollten Sie „unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung“ das Fahrzeug verkaufen.

Informieren Sie Ihre Versicherung, dass Sie das Fahrzeug zum vereinbarten Übergabedatum verkauft haben. Die Versicherung wird Sie fragen, ob Sie ein „neues“ Fahrzeug versichern wollen. Legen Sie sich noch nicht fest, sondern vergleichen Sie zunächst alle Versicherungen nach Preis und Leistung (nutzen Sie hierfür unseren kostenlosen Versicherungsvergleich von ecars).

Schicken Sie eine Kopie des Kaufvertrages sofort an die Kfz-Zulassungsstelle und an Ihre Versicherung. Die Kfz-Steuerpflicht geht erst mit dem Eingang der Veräußerungsanzeige bei der Zulassungsstelle auf den Käufer über.

6. Fahrzeugübergabe
Überprüfen Sie bei Ihrer Bank, ob der Käufer den vollständigen und vereinbarten Betrag überwiesen hat, bzw. zahlen Sie den Kaufpreis (bar) in Anwesenheit des Käufers direkt bei der Bank ein. Händigen Sie die Zulassungsbescheinigung Teil II/ Kfz-Brief erst dann aus, wenn der volle Fahrzeugpreis bezahlt wurde. Notieren Sie auf beiden Kaufverträgen das Übergabedatum und die Uhrzeit und lassen Sie sich die Notiz vom Käufer gegenzeichnen. Übergeben Sie anschließend das Fahrzeug.

Schon mit dem Eigentum am Fahrzeug geht die Versicherung auf den Käufer über. Verursacht der Käufer nach der Eigentumsübereignung einen Unfall, so wird dadurch Ihr Schadenfreiheitsrabatt nicht berührt, auch wenn das Fahrzeug noch nicht umgeschrieben war. Vorsicht!!! Sollte der Käufer das Fahrzeug nicht ummelden oder ist er unter der angegebenen Adresse nicht zu erreichen, haften Sie trotzdem bis zu 12 Monate für die Kfz-Steuer und die Versicherungsprämie.
Zulassungstipp: Melden Sie das Fahrzeug gemeinsam mit dem Käufer noch am selben Tag um.

Haben Sie Fragen? ecas beantwortet sie gerne. Kontakt